Was tun bei einem Bienenstich? - Bienen Honigtropfen

Was tun bei einem Bienenstich?

Schnell kann es passieren… Man ist gerade barfuß im Garten unterwegs und schon ist es geschehen, man ist auf eine Biene getreten und wurde gestochen, es folgt ein kurzer, lauter Schrei und leider auch rasch der Schmerz durch den Bienenstich.

Bienen wehren sich sobald sie in Gefahr sind mit ihrem Stachel. Hierbei ist das Bienengift unterschiedlich schmerzhaft. Was man dagegen tun kann und wie das Gift wirkt,erklären wir in diesem Artikel.

Die Reaktionen eines Bienenstichs

Hier aber zuerst kurz noch eine Info was die Reaktionen eines Bienenstichs sein können: Das Gift von Bienen und auch Wespen verursacht sofort Schmerzen, wobei im weiteren Verlauf auch noch das wahrscheinlich nur zu gut bekannte Jucken und eventuelle Schwellung hinzukommt. Insgesamt können die Nachbeschwerden fünf bis sechs Tage anhalten, wobei die Reaktionen am zweiten oder dritten Tag oft am stärksten sind. Die Beschwerden können je nach der Giftmenge oder auch der Stichstelle aber sehr unterschiedlich sein.

Wichtiger Hinweis: Bei Insektenstichen kann es innerhalb kurzer Zeit auch zu allergischen Reaktionen kommen. Diese können sich als extrem starke Schwellung, Atemnot, einer Art Schockzustand, Übelkeit und noch weiteren Arten äußern. In diesem Fall ist sofort ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Infos zu allergischen Reaktionen nach Insektenstichen gibt es hier.

Hinweis: Die Umsetzung der Empfehlungen erfolgt auf eigenes Risiko. Speziell bei Gesundheitsthemen ersetzen die Ratschläge nicht immer den Gang zum Arzt. Ziehen Sie also bei Zweifeln unbedingt einen Arzt hinzu. Notrufnummer (Euronotruf): 112

Was tun nach einen Bienenstich?

Schnelle Reaktion zählt

Nachdem ein Bienenstich geschehen ist, ist eine schnelle Reaktion sehr wertvoll. Je schneller man reagiert und den noch eventuell vorhandenen Stachel mit Widerhacken aus der Stichstelle entfernt, desto weniger groß können die Nachbeschwerden sein. Beim Entfernen des Stachels sollte man darauf achten, die Giftblase nicht zu quetschen. Am Besten direkt den Stachel mit dem Fingernagel oder zum Beispiel einer Bankomatkarte seitlich aus der Stichstelle hinausschieben oder man zieht den Stachel mit einer Pinzette heraus. Hier wird dann manchmal auch noch empfohlen das Gift aus der Stichstelle herauszusaugen. (Macht ihr das? – Bitte um Infos in den Kommentaren.)
Mit dem Bienengift können auch Bakterien in der Wunde gelangen. Bevor man die Einstichstelle weiter behandelt, sollte diese daher noch gut gereinigt werden (Wasser, Seife und/oder mit antiseptischen Mittel wie hochprozentigen Alkohol).

Weiters wird die Biene, welche sich tapfer verteidigt hat, in den nächsten Tagen leider sterben – eine Wespe lebt auch nach einem Stich noch weiter und verliert ihren Stachel nicht.

Stechende Biene, Von Waugsberg - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Wikipedia
Eine stechende Biene verliert ihren Stachel, © Von Waugsberg - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2667096

Hitzebehandlung neutralisiert das Gift

Oft hört man, wenn man gestochen wurde, dass man den Stich kühlen soll. Doch auch das genaue Gegenteil wirkt bei Bienenstichen. Ein Bienenstich besteht zum größten Teil aus Eiweißen und Eiweiß kann ab einer Temperatur von ca. 40°C zerstört werden – genau deshalb ist Hitze eines der wirkungsvollsten Mittel. Hier kann man zum Beispiel einen sogenannten „Elektronischen Stichheiler“ kaufen. Wer aber kein Geld für die Hitzebehandlung ausgeben möchte, der kann folgenden Tipp anwenden:

Ein Löffel wird über einer Flamme oder mit heißem Wasser erhitzt (Achtung Verbrennungsgefahr – also nicht zu viel erhitzen). Dann den Löffel auf der Stichstelle platzieren und natürlich darauf achten, dass der Löffel nicht zu heiß ist. Die Hitzebehandlung sollte auch immer nur von der gestochenen Person selbst durchgeführt werden, da hier ansonsten die Gefahr von Verbrennungen erhört ist. Der Löffel kann solange auf der Stichstelle bleiben bis er wieder abgekühlt ist. Der Löffeltrick kann mehrmals wiederholt werden, bis die Beschwerden gelindert sind.

Statt einem Löffel kann man aber auch einen Föhn, einen heißen Feuerzeugknopf, eine heiße Kartoffel oder sonstiges passendes verwenden – nur kein heißes Wachs!

Loeffel mit Wasser - 647264_pixabay
Löffel wird mit heißen Wasser erhitzt

Kältebehandlung hilft gegen die Schwellung

Auch wenn die Behandlung mit Hitze eine sehr wirkungsvolle Methode ist, ist natürlich auch die Kältebehandlung eine sehr wirkungsvolle Möglichkeit. Die Kältebehandlung ist ja auch eine der bekanntesten Behandlungsmethoden 😉 Wer also auch hier nach einem Bienenstich schnell ist, kann einen Eiswürfel, eine Kühlkompresse oder ein kaltes, nasses Tuch auf die Einstichstelle legen. Aber auch hier aufgepasst – zu kalt sollte es natürlich auch wieder nicht werden.

Durch die Kälte zieht sich das Gewebe und die Gefäße zusammen, wodurch sich das Gift nicht so sehr ausbreiten kann. So kann die Schwellung sehr gut verringert werden und die Kälte wirkt auch leicht schmerzbetäubend.

Eiswuerfel - PublicDomainPictures, Pixabay
Auch mit Kälte kann man einen Bienenstich benhandeln

Weitere Behandlungsmethoden

Behandlung mit Topfen/Quark – ein altes Hausmittel

Eine Kompresse aus Topfen/Quark ist kalt, entzündungshemmend und leicht gemacht: Einfach den Topfen/Quark auf den Bienenstich auftragen und mit einem Tuch oder einer Mullbinde einwickeln. Sobald die aufgetragene Schicht trocken ist und zu bröseln beginnt, kann die Schicht erneuert werden. Das wäre auch schon die Behandlung 🙂

Behandlung mit Salben – für den weiteren Verlauf

Die oben genannten Möglichkeiten waren zum größten Teil einfache Behandlungsmöglichkeiten gegen einen Bienenstich mit Dingen die man auch zu Hause hat. Aber natürlich kann man auch einfach in einer Apotheke eine von vielen verschiedenen Salben gegen auftretende Beschwerden oder die weitere Behandlung für die Schmerzlinderung kaufen.

Wichtiges noch zum Schluss…

Sollten die Beschwerden ungewöhnlich lange anhalten und nicht zurückgehen, sich ausweiten oder wenn eine empfindliche Körperstelle (z.B. Augen) betroffen sind, dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

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